News
Abschlussprüfungen im 2.Trimester
Samstag, den 14. Mai 2016 um 00:00 Uhr

Das letzte Trimester hat diese Woche begonnen. 12 Wochen heißt es noch einmal fleißig lernen, damit am Ende dieses Trimesters die Abschlussprüfungen positiv bewältigt werden können und hoffentlich fast alle Schüler/innen in die nächste Klasse aufsteigen können. Wir wünschen allen ein erfolgreiches Trimester. Hier noch ein paar Fotos von den Prüfungen im 2. Trimester.

 

 
News
Samstag, den 09. April 2016 um 11:09 Uhr

Ein paar aktuelle Fotos von den Bauarbeiten an der Bibliothek und den Verbesserungsarbeiten an unserem Fußballplatz.

 
Volunteers - Lagebericht
Sonntag, den 13. März 2016 um 12:47 Uhr

Unser Volunteer (Thomas) hat einen weiteren Lagebericht verfasst:

Tag 17, 09.03.:
Heute haben wir einen relativen kurzen Schultag vor uns. In der ersten Doppeleinheit müssen wir aufgrund des PTA-meetings (parents, teachers, associates) ein wenig improvisieren. Das bedeutet, dass wir anstatt in der 4a Mathematik zu unterrichten in der 4b eine Einheit Englisch und nach einer halbstündigen Pause in derselben Klasse Mathematik machen. Danach steht lediglich noch eine kurze Einheit Creative Arts in der 3. Klasse an. Hier stehen wir vor demselben Problem wie in der Woche zuvor. Die Lehrerin hat sich für die Stunde mehr schlecht als recht vorbereitet und verschwendet mindestens die Hälfte der Einheit mit einer theoretischen Einführung in das Thema „Building and constructing“. Glücklicherweise ist heute der Direktor der Schule anwesend, weshalb ich ihn nach dieser Einheit kurz über die Situation aufkläre und ihn bitte, ob es möglich wäre einige nützliche Materialien für diese handwerkliche, kreative Einheit zur Verfügung zu stellen. Glücklicherweise bietet er mir an, dass ich eine Liste mit sämtlichen benötigten Utensilien zusammenstellen und ihm diese überreichen könne, er würde sich dann um deren Anschaffung kümmern.
Nach einem kurzen Tratsch mit den anderen Volunteers und einem kleinen Nickerchen mache ich mich um 15:30 auf den Weg zum Trainingsplatz der Football Academy, welcher sich direkt hinter der Bright Star International School befindet. Ich staune nicht schlecht, als ich das „Grün“ näher betrachte. Man kann den Untergrund in etwa mit jenem vergleichen, auf dem letzte Woche das Testspiel stattgefunden hatte, abgesehen von der Tatsache, dass hier auf diesem Platz etwa alle fünf Meter teils große Steine aus dem Erdboden ragen. In diesem Moment muss ich an meinen Sommerausflug nach Manchester denken und an die Tour durch das Old Trafford Stadium. Der Guide, der uns durch das Stadion geführt hatte, meinte damals voller Stolz, dass der dortige Rasen aufgrund seiner Beschaffenheit dreifach ausgezeichnet wurde. Damals durfte ich zwar nicht wie hier in Kwamekrom das Spielfeld betreten, ich wage jedoch trotzdem zu behaupten, sowohl das schlechteste als auch das beste Fußballfeld des Planeten Erde bereits gesehen zu haben. Nachdem ich diesen seltsamen Gedanken beiseite geschoben habe, bereite ich mit den bescheidenen Mitteln, die der Academy zur Verfügung stehen einige Trainingsübungen für die Jungs vor. Als diese eintrudeln lachen sie alle, so als hätten sie es bis zuletzt nicht geglaubt, dass ich mein Versprechen halten würde.
Während die Kicker sich bei etwa 40 Grad in der prallen Sonne warmlaufen, plaudere ich noch ein wenig mit „Guardiola“ über die folgenden Übungen. Er scheint ein sehr weiser Mann mit einer guten Portion Humor zu sein, weshalb wir gleich einen guten Draht zueinander finden. Er überlässt mir die volle Verantwortung für diese Trainingseinheit, was ich extrem spannend finde und somit verschiedenste Pass-, Konditions- und Koordinationsübungen durchführen lasse. Schon nach etwa 20 Minuten bereue ich es, dass ich nicht auch meine eigenen Sportsachen mitgebracht habe. Nächstes Mal werde ich mich gemeinsam mit den Jungs abrackern und versuchen mit ihnen Schritt zu halten;-) Ich zeige auch den beiden Torhütern einige nützliche Übungen und versuche, ihre Bewegungsabläufe zu verbessern. Theophilus, ein 15-jähriger Junge, der gegenüber von unserem Haus wohnt ist einer der beiden. Theo war letztes Jahr für drei Monate in Österreich und durfte dort zur Schule gehen. Er redet sehr gerne über diese Zeit und ist ein sehr ehrgeiziger Schüler und Sportler. Nach etwa eineinhalb Stunden Training entscheiden „Guardiola“ und ich noch eine 45-minütige Partie Offense gegen Defense dranzuhängen. Als das Trainingsmatch beendet ist, komme ich mit allen Spielern und „Guardiola“ im nichtvorhandenen Mittelkreis zusammen. Der Manager fordert mich auf einige Worte zu sprechen. Ich bedanke mich für den tollen Einsatz der Jungs, vermittle ihnen, wie sehr ich mich auf die weitere Zusammenarbeit freue und bitte sie abschließend darum, beim nächsten Training pünktlich zu erscheinen, woraufhin sich niemand – nicht einmal ich selbst – ein Lachen verkneifen kann. Nach einem Handshake mit jedem einzelnen gehe ich wieder nach Hause, wo das Abendessen bereits auf mich wartet.
Maus-Update: Nach dem Dinner hängen wir alle im Wohnzimmer herum. Plötzlich schreit Lauren kurz auf und springt einen halben Meter zurück. „I guess our mouse went into your room...to be honest i think it is not a mouse, but a rat.” Geil, noch besser;-). Ich versuche den unerwünschten Gast rauszuscheuchen, kann ihn aber nicht finden, weshalb wir uns einfach damit abfinden und uns damit trösten, dass sie schon nicht in unsere Betten kriechen wird.

Tag 18, 10.03.:
Während der Nacht höre ich immer wieder weitere Nagetiere über der Decke in unserem Schlafzimmer entlang huschen. Der Grund für meinen Schlaf auf Rat(t)en sind jedoch vielmehr die Schafe und Ziegen, die UNUNTERBROCHEN herummeckern und sich in der Disziplin „abnormalste Tierlaute“ eine Schlacht auf hohem Niveau liefern. Umso härter wird der darauffolgende Schultag. Die erste Einheit Englisch in der Class 3 fällt durchwachsen aus. Man merkt einigen der Schüler noch immer an, dass sie aufgrund einer Ausnahmesituation einige Zeit ohne wirklichen Lehrer auskommen mussten. Da sie manchen Themen nur schwer folgen können, ist die Tatsache, dass sich zwei bis drei Störenfriede herausbilden die logische Konsequenz. Leider müssen wir etwas strenger und härter durchgreifen, was jedoch dazu zu führen scheint, dass sich die Lernatmosphäre deutlich bessert. Manche der Schüler die zunächst als schwierig galten, haben wir bereits auf unserer Seite und dazu gebracht, aufmerksam und ehrgeizig bei der Sache zu sein…vorerst.
Gleich nach der Pause haben wir wieder Englisch, diesmal in der Class 4. Man kann sehr schön sehen, wie sehr die fachlichen und didaktischen Fähigkeiten der Lehrer durch die Aufmerksamkeit und die Teilnahme der Schüler widergespiegelt werden. Mr Stephen scheint also alles in allem einen sehr guten Job zu machen. Zuletzt steht noch Mathe mit der 3. Klasse auf dem Programm. Am Ende des Tages haben die Schüler dieser Klasse Hausübung in den Fächern English, Mathematics und Science bekommen – mal sehen ob alle ihre Aufgaben bis morgen erledigen…

Tag 19, 11.03.:
1. Einheit English, Class 3 – alle haben die Hausübung zumindest versucht, ein Teilerfolg. Im Laufe der Einheit versuchen wir erstmals ein Diktat mit dieser Klasse. Ich möchte es heute einmal mit Zuckerbrot versuchen und biete den Schülern daher folgendes an: Sie bekommen die Möglichkeit, ihre Fehler aus dem Diktat bis Montag zu korrigieren, jeder der dies zu 100 % korrekt erledigt bekommt eine kleine Überraschung von uns. So werden Theresa und ich am Montag mit einer Tafel Schokolade und einem Sackerl Gummibärchen auftauchen. Ich hoffe inständigst, dass wir die Süßigkeiten zur Gänze loswerden können. Der Grund warum ich auf diese Idee gekommen bin ist folgender: Es scheint in dieser Klasse nicht üblich zu sein, Fehler aus Schul- oder Hausübungen nach Kontrolle des Lehrers zu korrigieren. Daher fällt ein meiner Meinung nach sehr wichtiger Lerneffekt zur Gänze weg. Also ist es vor allem in dieser Klasse mein Vorhaben, das Prozedere Hausübung – Kontrolle – Korrektur zu implementieren und es für die Schüler zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Zunächst werden wir mit Hilfe von Süßigkeiten versuchen, den nötigen Ansporn zu liefern ;-)
Einer der Schüler stört in dieser Einheit mehrmals den Unterricht, obwohl ich ihn bereits vor der Stunde in einem Einzelgespräch davon überzeugen wollte, heute fleißig mitzumachen. Ich schicke ihn in letzter Konsequenz aus der Klasse und gebe ihm im Anschluss eine Zusatzhausübung mit auf den Weg. Es geht mir ziemlich auf den S***, dass ich den Bad Cop spielen muss aber anscheinend geht es bei manchen Jungs in dem Alter nicht anders. Dann denke ich an mich und meine Schulzeit im Alter von etwa zehn Jahren zurück. Ja…manchmal geht es wirklich nicht anders ;-)
In der vorletzten Einheit vor dem Wochenende gibt es einen Class Test in Mathematik für die Klasse 4b. Mr Stephen hat mich vor zwei Tagen gebeten diesen Test für heute vorzubereiten. Er soll als Standortbestimmung für die Exams in dreieinhalb Wochen dienen. Die Schüler haben etwa 75 Minuten Zeit, um 20 Beispiele (Addition/Subtraktion von Brüchen, Multiplikationen mit zweistelligen Zahlen und Zeitumrechnungen) zu lösen. Nachdem die Zeit um ist, bittet mich Stephen die Tests bis Montag zu korrigieren. Ich bin schon gespannt, wie die Ergebnisse ausfallen werden. Nachdem wir unsere letzte Einheit für diese Woche gehalten haben, schauen wir mit unseren Kameras ausgerüstet noch kurz beim Sportunterricht vorbei, der auf dem Fußballtrainingsplatz für alle Klassen gemeinsam gehalten wird. Nach etwa 20 Minuten verabschieden wir uns endgültig ins verdiente Wochenende, welches Theresa und ich zum ersten Mal im Dorf verbringen werden, während Lauren und Luke entscheiden ihr Wochenende in Akosombo zu verbringen. Dort steht für die beiden einerseits Entspannung auf dem Programm, andererseits machen sie sich auf die Suche nach neuen Projekten im Norden von Ghana. Dafür bleibt ihnen nicht mehr allzu viel Zeit, da sie – laut Plan – nur noch nächste Woche hier in Kwamekrom sein werden, was ich persönlich sehr bedaure. Ich begleite die beiden mit dem Taxi bis nach Aburi, wo ich eine kleine Shopping Tour mache. Einerseits muss der Wasservorrat aufgestockt und andererseits – wie Luke es so schön nennt – „Emergency Food“ gekauft werden. Also alle erdenklichen Formen von Snacks, Keksen oder netten kulinarischen Abwechslungen, die man hier normalerweise nicht bekommt. Mal sehen ob wir die vier Dosen Corned Beef und Baked Beans nächste Woche in unserer vor einigen Tagen angeschafften Pfanne über Lisbeths Feuer zubereiten dürfen.
Als ich kurz vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Dorf ankomme ist der Strom wieder einmal ausgefallen. Als eine Stunde später die Lichter wieder angehen, hört man aus den umliegenden Häusern Jubelschreie, was wir sehr lustig finden und uns daran erinnert, wie dankbar wir für Dinge sind, welche vor drei Wochen noch völlig selbstverständlich waren. Wenig später dürfen wir einen neuen Mitbewohner – einen etwa zehn Zentimeter großen Gecko – in unserem Wohnzimmer begrüßen. Als ich Lauren davon erzähle, wünscht sie Theresa und mir, dass der Gecko sich mit unserer Mausratte anlegen und letztere den Kürzeren ziehen möge. Ihr Wort in Gottes Ohr.
Theophilus kommt uns besuchen, ich setze mich zu ihm auf die Veranda und rede mit ihm über seine Reise nach Österreich, seine Eindrücke und über seine schulischen Ziele. Er ist ein außergewöhnlich netter und intelligenter Bursche. Am Ende unseres Gesprächs erzähle ich ihm, dass wir morgen wieder zum Brunnen gehen und Wasser holen werden, woraufhin er mir sofort seine Hilfe zusichert. Darüber hinaus bietet er mir an, morgen mit uns auf die Farm zu gehen und uns Cassava-, Abrobe- (Ananas) und Yamplantagen zu zeigen.

Tag 20, 12.03.:
Aufgrund eines Begräbnisses im Nachbarort Pepawani, welches gestern Mittag begonnen hat und bis morgen Nachmittag andauern wird, ist es auch heute Nacht nicht allzu leicht einzuschlafen. Um 9 Uhr holt uns Theo wie versprochen ab und wir bekommen von seiner Nachbarin auf dem Weg zum Brunnen ein Frühstück to go (eine Süßspeise, die sehr stark an „gebackene Mäuse“ erinnert…mhmmmm). Beim Brunnen angekommen, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass wir wohl zur falschen Zeit am falschen Ort sind, da die Pumpe gerade kein Wasser hergibt und schon einige andere Dorfbewohner darauf warten, ihre Eimer und Kanister befüllen zu können. Deshalb lassen wir unsere Behälter dort und gehen mit Theophilus‘ Machete bewaffnet in Richtung Farm/Busch. Dort zeigt er uns, wie die Cassava-Wurzel angepflanzt und geerntet wird, wo sich die Maisfelder befinden und noch vieles mehr. Da sich die Landschaft hinter den Farmen hier so unglaublich schön und unberührt präsentiert, frage ich Theo, ob er nächste Woche mit mir eine kleine Wanderung machen und als mein Ranger agieren möchte. Er ist begeistert und meint er sei jederzeit dazu bereit. Ich frage ihn außerdem, ob es dort viele Ratten, Schlangen oder sonstige Tiere gibt, woraufhin er lächelnd den Kopf schüttelt. Daraufhin beschließe ich, die Wanderung, nicht wie heute in Flip Flops, sondern mit festen Schuhen zu bestreiten.
Nach einer halben Stunde erreichen wir ein kleines Dorf, umringt von Palmenbäumen, Mango- und Cassavafarmen. Eine Dame, die uns auf dem Weg dorthin begegnete, fragt mich ob ich der Lehrer von „Jacob“ aus der 4. Klasse sei. Etwas verunsichert antworte ich nach einigem Zögern mit „Ja“, woraufhin sie mich lächelnd fragt ob ich auf „Kube“ (Kokosnuss) stehe. Wenig später schickt sie ihren Sohn los, um extra für uns beide eine Kokosnuss frisch vom Baum zu pflücken. Jacob wählt eine etwa zehn Meter hohe Palme aus und klettert diese unbeschwert im Mogli-Style hoch. Keine fünf Minuten später öffnet uns der Vater des Jungen jeweils eine Kokosnuss und wir schlürfen genüsslich und zufrieden die frische Bio-Kokosmilch. Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Familie und gehen zurück nach Hause. Nachdem die größte Mittagshitze vorbei ist versuchen wir erneut unser Glück beim Wasserbrunnen. Dieses Mal kommen wir relativ schnell an die Reihe. Ungleich schwieriger und schweißtreibender gestaltet sich der Rückweg. Theo balanciert den 15-Liter-Kanister problemlos auf dem Kopf, während ich zwei Zwischenstopps benötige, bis wir wieder daheim sind und den Wasservorrat für heute und morgen gesichert haben. Lisbeth hat uns heute zwei verschiedene Abendmahle gezaubert, einmal Reis und Sauce, einmal Yam mit Sauce – wow! ;-) Wir bedanken uns mehrmals bei ihr und liegen nun beide wohlgenährt im Haus herum und sind trotz der Uhrzeit (20:32 Uhr) schon ziemlich müde. Morgen stehen außer ein paar Vorbereitungen für die nächste Schulwoche und einem eventuellem Kurzbesuch des Begräbnisses nicht viele Tagesordnungspunkte auf dem Programm, also wünsche ich euch allen den selben geruhsamen Sonntag, wie er mir bevorsteht. Ganz liebe Grüße und einen schönen Samstagabend!

(Volunteer Thomas)

 

 
Volunteers
Sonntag, den 13. März 2016 um 12:26 Uhr

Fotos von unseren Volunteers (Thomas, Theresa, Luke and Lauren) bei unserem Lehrermeeting. Dieses Mal bringen die Volunteers den Lehrern etwas bei. ;-) Unsere Lehrer sind sehr interessiert und nehmen die Informationen und Tipps dankend an.;-)

 
Volunteers
Samstag, den 05. März 2016 um 10:45 Uhr

Unsere Volunteers (Thomas, Theresa, Luke and Lauren) sind voll in ihrem Element. Es wird unterrichtet, gelernt, gebastelt und natürlich auch viel gelacht.;-)


 


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